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	<title>Bloghaus-MS &#187; Mutmacher &amp; Lebenshilfe</title>
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	<description>Leben mit Multipler Sklerose. Das Blog.</description>
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		<title>Fernweh und Reiselust, Teil 8 &#8211; Auf dem Lykischen Weg</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 08:48:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fernweh & Reiselust]]></category>
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		<description><![CDATA[Demre, Türkei, 18. Januar 2012 Nach all den Abenteuern lassen wir es gerade ganz ruhig angehen und schleichen ein paar Kilometerchen auf dem Lykischen Weg. Schleichen? Naja. Wir sind recht langsam unterwegs, dafür, dass mit meinen Beinen alles in Ordung ist. Im Allgemeinen kann man sagen, dass wir die für eine Etappe anberaumte Zeit mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Demre, Türkei, 18. Januar 2012<br />
Nach all den Abenteuern lassen wir es gerade ganz ruhig angehen und schleichen ein paar Kilometerchen auf dem Lykischen Weg. Schleichen? Naja. Wir sind recht langsam unterwegs, dafür, dass mit meinen Beinen alles in Ordung ist. Im Allgemeinen kann man sagen, dass wir die für eine Etappe anberaumte Zeit mal Vier nehmen, um auf die Zeit zu kommen, die wir uns dafür nehmen&#8230; aber was sollen wir auch durch die Berge und Ruinen und Buchten hetzen, wo es doch überall so viel Tolles zu entdecken gibt&#8230; und wir sowieso die Zeit haben, uns die Zeit zu nehmen. Mir war davor gar nicht klar, dass manche dieser geschichtsträchtigen Orte, deren Namen man so gut im Ohr hat hier auf der Strecke liegen. Gerade schreibe ich aus Demre, der Stadt, die den Heiligen Nikolaus für sich beansprucht &#8211; mit dem ulkigen Nebeneffekt, dass einen hier von jeder Mülltonne und Straßenpolizistenuniform ein fröhlicher Wehnachtsmann angrinst.</p>
<p>Da haben wir den 24.12. bei den wirbelnden Derwischen in Konya verbracht &#8211; es ist doch wieder alles anders gekommen und Istanbul ist vom Plan gerutscht &#8211; um jetzt Mitte Januar doch noch die Jahresdröhnung Weihnachtsmänner abzubekommen. Meine Schwiegereltern und meine Schwägerin haben uns auf der Reise &#8220;besucht&#8221; und die Medikamente an die Mittelmeerküste gebracht, wo wir noch ein paar schöne Tage zusammen hatten&#8230; zwar ein arger Kulturschock für uns, All-Inclusive-Urlaub und ein wahrlich absurdes Zwangs-Galadinner (*) zu Sylvester (feierlich erschienen in dreckigen Trekkingklamotten), aber das Wiedersehen war trotzdem sehr gelungen! (*: Erklärung dazu: es gab keine andere Möglichkeit, in diesem Hotelkomplex am 31.12. abends Essen zu bekommen&#8230;) Seit dem 1. Januar sind wir jetzt also zu Fuß auf dem Weg Richtung Fethiye, wieder vollkommen frei und ungezwungen, decken uns in den kleinen Dörfchen auf dem Weg mit Nahrung für die nächsten vier Tage ein und sind dann erstmal unterwegs. Störrisch wie wir sind hat uns auch eine Woche Dauerregen nicht in ein Hotel zwingen können &#8211; zwischenzeitlich war wohl alles irgendwann mal nass. Hagel? Na dann setzen wir uns kurz unter eine Isomatte und warten eben. Komisch, dass wir trotzdem die ganze Zeit fröhlich waren&#8230; oh, nächtliche Schuhrückvernässung!? Der Sturm hat den Regen ins Vorzelt getrieben&#8230; na ja dann sind sie eben wieder nass. Kenn ich doch noch von gestern, dieses Gefühl. Wenigstens ein Frühstück ohne Regen, außerdem ist es halbwegs warm, ist doch herrlich&#8230; und nachher scheint sicher die Sonne. Bodenloser Optimismus&#8230; Inzwischen ist es zwar sonnig, gibt aber Nachtfrost &#8211; in der Kombination geht das auch wieder. Die Medis sind schließlich auch frostsicher verpackt&#8230; und immerhin haben wir bei all den etwas widrigen Bedingungen bisher den ganzen Weg für uns gehabt, in Frühling und Herbst ist es hier wohl halbwegs überlaufen. Verständlich, es ist wirklich unglaublich schön hier&#8230;</p>
<p>Und man fühlt sich gar nicht mehr weit weg, irgendwie&#8230; ob das an den vielen Begegnungen mit deutschen Rentnern und Deutschtürken in den Dörfern an der Küste liegt? Na ja, auf unseren Etappen zwischendurch haben wir bisher jedenfalls nur Wildschweine getroffen, die sehr undeutschwildschweinig zutraulich waren. Nächtliches Topfschlagen hat sich ein bisschen bewährt, aber eigentlich lässt die sogar das kalt&#8230; was schnauft da in der Nacht neben dem Zelt? Jedes deutsche Schwein wäre schon längst getürmt, bei dem Krach, den wir beim Lageraufbau machen; die hiesigen Schweine sind eben sehr neugierig. Angeblich werden sie zwar bejagt, wenn auch nicht gegessen, schließlich sind sie ja auch für die Bauern bzw. deren Felder gefährlich&#8230; hier dürfte es jedenfalls sehr leicht sein, sie zu jagen. Man legt sich ins Gebüsch und wartet, bis sie kommen&#8230;</p>
<p>Ansonsten haben wir faunistisch noch nicht die Hauptattraktionen angetroffen, bis auf ein kleines Chamäleonskelett und etwas Stachelschweinkacke am Weg vielleicht. Die vermeintlichen Wolfspuren in den Bergen könnten auch von Hunden stammen&#8230; und was die Botanik betrifft, stückeln wir uns unser Wissen etwas zusammen und stocken die Vorräte mit Erdbeerbaumfrüchten, wilder Brunnenkresse, Kaktusfrüchten und Knuspersalbei auf. Leider ist mein Türkisch noch viel zu schlecht, um hinter die volksmedizinische Verwendung all der diversen angebotenen Kräuter hier zu kommen&#8230;</p>
<p>Wo genau wir den Februar verbringen werden, wissen wir noch immer nicht&#8230; aber wenn ich das nächste Mal ins Internet komme und die Zeit habe, ein Textchen zu schreiben (was sonderbarerweise trotz all der Zeit, die wir haben, wirklich nicht oft der Fall ist), werden wir wohl vielleicht schon dort sein. Wo das auch immer sein mag&#8230; das Leben bleibt spannend!  </p>
<p><i>Hinweis: Alle Artikel von der Reise unserer Gastbloggerin Iris finden Sie in der <a href="http://www.bloghaus-ms.de/category/fernweh-reiselust/">Kategorie Fernweh &#038; Reiselust</a>.</i></p>
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		<title>Work and Travel (5)</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 21:43:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen & Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[MS & Beruf]]></category>
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		<description><![CDATA[Was ich noch gar nicht erzählt habe&#8230;. Und mir beim Stöbern durch die Kommentare zu meinen Beiträgen auffiel: Ich habe die Frage nach der Kühlung bzw. Adresse noch gar nicht beantwortet, oder? Also zur Adresse: Man kann Pakete postlagernd schicken lassen, zumindest in Australien eigentlich kein Problem soweit. Einfach senden an: Vor- und Nachname Care [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ich noch gar nicht erzählt habe&#8230;. Und mir beim Stöbern durch die Kommentare zu meinen Beiträgen auffiel: Ich habe die Frage nach der Kühlung bzw. Adresse noch gar nicht beantwortet, oder? Also zur Adresse: Man kann Pakete postlagernd schicken lassen, zumindest in Australien eigentlich kein Problem soweit. Einfach senden an:<br />
Vor- und Nachname<br />
Care of postoffice<br />
Adresse des jeweiligen Postoffice<br />
Hat bei mir super funktioniert.</p>
<p>Der zweite Punkt war die Kühlung: Ich habe es am Anfang versucht mit den kleinen Kühltaschen und Kühlakkus. Da ich nicht genug Kühlakkus da hatte, habe ich es auch probiert das Eis direkt in die Kühltasche zu füllen, was allerdings nicht so gut war, denn Eis hat bekanntlich die Eigenschaft zu schmelzen und dann ist die komplette Verpackung aufgeweicht. Einen Kühlschrank haben wir so gut wie nie zu Gesicht bekommen, so dass das Kühlen über „crashed ice“ lief, welches man an so gut wie jeder Tanke kaufen kann. Um also der Misere der aufgeweichten Verpackung zu entgehen, habe ich mir dann noch ein paar zusätzliche Kühlakkus besorgt, so dass ich dann abwechselnd welche in meinen Kühltaschen hatte und welche in der großen Kühlbox, die mit Eis und unserem Essen bzw. unseren Kühlwaren gefüllt war.<br />
Da es in Australien nun doch auch etwas wärmer wird, gerade wenn man mit dem Auto den ganzen Tag unterwegs ist und die Sonne darauf scheint, wurde es mir nach einiger Zeit zu heikel mit den Kühltaschen. So lange hielt das dann nämlich nicht kalt, wenn ich nur praktisch Kühlschrank-Kalte Kühlakkus nutzen konnte. Deshalb kaufte ich mir einen kleinen Eski (eine kleine Kühlbox). Die hielt dann doch etwas länger kalt und ich habe sie sogar ins Handgepäck mitnehmen dürfen.</p>
<p>Ach so und noch eine generelle Sache: Bei Anfragen, die etwas ausführlicher sind, stelle ich euch hier eine Emailadresse: mulskle [at] googlemail.com zur Verfügung, unter der ihr mich gerne erreichen könnt.<br />
Euch allen schon mal eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit und einen „guten Rutsch“ ins neue Jahr :)</p>
<p><em>Bloghaus-MS Gastautorin Monika<br />
<a href="http://www.bloghaus-ms.de/wp-content/uploads/2011/06/Passbild.jpg"><img src="http://www.bloghaus-ms.de/wp-content/uploads/2011/06/Passbild-206x300.jpg" alt="" title="Passbild" width="206" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-2203" /></a>Ich bin 1983 in Dortmund geboren. Nach mehreren Umwegen habe ich 2008 erfolgreich meine Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin abgeschlossen. Nach meiner Ausbildung arbeitete ich im OP. 2009 wurde ich mit der Verdachtsdiagnose MS konfrontiert, die sich 2010 durch ein weiteres MRT bestätigte.<br />
Was ich zur Zeit mache? Ich lebe mein Leben und versuche meine Träume zu verwirklichen, denn das ist möglich, wenn man die Träume konkret genug macht und dafür arbeitet.  Die MS macht manches schwerer oder auch mal komplizierter, aber wenn man sich der Herausforderung stellt, dann lernt man sehr viel und fühlt sich hinterher großartig. Mit gestärktem Selbstwertgefühl kann es dann zu neuen Herausforderungen gehen.<br />
</em></p>
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		<title>Work and Travel (4)</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 16:32:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen & Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Fernweh & Reiselust]]></category>
		<category><![CDATA[Mutmacher & Lebenshilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie ging es denn nun weiter&#8230; Im Grunde mit den ganz normalen Reisevorbereitungen: Visum beantragen, nach Flügen suchen, überlegen was nehme ich mit etc. Ich hatte ja einen kleinen Vorteil, da ich schon mal dort war. Man weiß dann schon mal so ungefähr, was man eher braucht und was man nicht unbedingt von zu Hause [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ging es denn nun weiter&#8230; Im Grunde mit den ganz normalen Reisevorbereitungen: Visum beantragen, nach Flügen suchen, überlegen was nehme ich mit etc. Ich hatte ja einen kleinen Vorteil, da ich schon mal dort war. Man weiß dann schon mal so ungefähr, was man eher braucht und was man nicht unbedingt von zu Hause aus mitnehmen muss. Wobei ich mich da eines besseren belehren lassen musste (man braucht auch warme Kleidung in Australien ;)  und einen ganz dicken Schlafsack – natürlich nur je nachdem wo man wann ist. Aber es kann schon sein, dass solche Dinge sinnvoll sind einzupacken.</p>
<p>Für mich war es sehr spannend zu erleben, dass ich es erst richtig realisiert habe, dass ich nun für einige Zeit weg fliege, als ich mich von meinen Eltern und Großeltern am Bahnhof verabschiedet habe (ich bin mit dem Zug alleine zum Flughafen gefahren). Da wurde mir zum ersten Mal richtig bewusst: Okay, nun ist es soweit. Einen Moment war ich sehr wehmütig, doch das legte sich schnell und die freudige Erwartung wuchs. Ich war auf dem Weg.</p>
<p>Jedes Mal, wenn ich daran zurück denke und generell an den Auslandsaufenthalt dann fange ich an zu träumen und sehnsüchtig zu werden. Ich kann so etwas wirklich nur jedem empfehlen. Mir tat es richtig gut und ich denke sehr, sehr gerne an diese Zeit zurück. Zum Glück habe ich jemanden, mit dem ich meine Erinnerungen teilen kann, denn sonst wäre man doch manches mal ganz alleine so begeistert. Hatte ich das überhaupt schon erzählt?</p>
<p>Ich hatte mich entschieden nicht alleine zu reisen, eben wegen des Unsicherheitsfaktors MS; wobei man das bestimmt auch machen kann, wenn man entsprechende Vorkehrungen trifft. Unter diesen Vorkehrungen verstehe ich zum Beispiel die Route etwas genauer planen und anderen Leuten Bescheid geben wann man wo sein wird und sich regelmäßig bei denen zu melden, nicht dass am Ende irgendwo in der Pampa etwas passiert und man hilflos daliegt und niemand Bescheid weiß&#8230; Da ich mich aber für eine Reisepartnerin entschieden hatte war das Ganze etwas lockerer (zumindest haben wir das so gehandhabt, selbst wenn wir uns regelmäßig bei unseren Eltern gemeldet haben). Eine Reisepartnerin hat aber auch andere Vorteile: man kann sich Kosten teilen, später gemeinsam in den Erlebnissen schwelgen und man ist einfach nicht ohne eine Vertrauensperson. Mir hat meine Reisepartnerin so manches Mal auch Mut gemacht und es war sehr schön von ihr psychisch zum Beispiel auch beim Spritzen unterstützt zu werden, bzw. voll akzeptiert zu werden. Man lernt unheimlich viel voneinander. Welche Macken man hat und wie man mit anderen zusammenleben kann, bzw. man lernt auch Dinge anzusprechen, die einen stören, was ja bekanntlich auch nicht so einfach ist. Im Gegenzug lernt man auch Dinge/Kritik anzunehmen und sich ein Stück weit in den anderen hineinzuversetzen. Gleichzeitig wird die Freude doppelt so groß, wenn man einfach gemeinsam etwas erlebt und Erfolgserlebnisse hat oder etwas Aufregendes passiert.</p>
<p>Ich glaube ich schreibe heute etwas durcheinander&#8230; Vielleicht weil gerade so viel in meinem Kopf herumschwirrt. Eines kann ich aber mit Sicherheit sagen:<br />
Dieser Auslandsaufenthalt von ca. zehneinhalb Monaten gehört mit zu den schönsten Momenten und Zeiten in meinem bisherigen Leben. Damit ihr ein klein wenig an meinen Erlebnissen auch bildlich teilhaben könnt, habe ich versucht eine Collage zu basteln. Und wo das her kommt, da gibt es noch viel mehr davon und von ähnlichem ;)<br />
Viel Freude beim Ansehen und Genießen.</p>
<p>Bis bald<br />
Monika</p>
<p><a href="http://www.bloghaus-ms.de/wp-content/uploads/2011/12/Collage-fertig.jpg"><img src="http://www.bloghaus-ms.de/wp-content/uploads/2011/12/Collage-fertig-300x226.jpg" alt="" title="Collage - Work and Travel" width="300" height="226" class="aligncenter size-medium wp-image-2525" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bloghaus-MS Gastautorin Monika<br />
<a href="http://www.bloghaus-ms.de/wp-content/uploads/2011/06/Passbild.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2203" title="Passbild" src="http://www.bloghaus-ms.de/wp-content/uploads/2011/06/Passbild-206x300.jpg" alt="" width="206" height="300" /></a>Ich bin 1983 in Dortmund geboren. Nach mehreren Umwegen habe ich 2008 erfolgreich meine Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin abgeschlossen. Nach meiner Ausbildung arbeitete ich im OP. 2009 wurde ich mit der Verdachtsdiagnose MS konfrontiert, die sich 2010 durch ein weiteres MRT bestätigte.<br />
Was ich zur Zeit mache? Ich lebe mein Leben und versuche meine Träume zu verwirklichen, denn das ist möglich, wenn man die Träume konkret genug macht und dafür arbeitet.  Die MS macht manches schwerer oder auch mal komplizierter, aber wenn man sich der Herausforderung stellt, dann lernt man sehr viel und fühlt sich hinterher großartig. Mit gestärktem Selbstwertgefühl kann es dann zu neuen Herausforderungen gehen.</p>
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		<title>Fernweh und Reiselust Teil 6, mal wieder Tblisi, Georgien</title>
		<link>http://www.bloghaus-ms.de/2011/11/fernweh-und-reiselust-teil-6-mal-wieder-tblisi-georgien/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 19:38:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen & Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Fernweh & Reiselust]]></category>
		<category><![CDATA[Mutmacher & Lebenshilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Klingt fast, als ob wir nicht von der Stelle gekommen wären, wenn da schon wieder Tblisi als &#8220;Absendeort&#8221; steht&#8230; dabei haben wir inzwischen fast ganz Georgien gesehen und sind im Stadtmoloch nur auf Stippvisite, um um halb zwei den Nachtzug nach Poti zu nehmen. Nach ein paar Nächten am Schwarzen Meer ist dann der Plan, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klingt fast, als ob wir nicht von der Stelle gekommen wären, wenn da schon wieder Tblisi als &#8220;Absendeort&#8221; steht&#8230; dabei haben wir inzwischen fast ganz Georgien gesehen und sind im Stadtmoloch nur auf Stippvisite, um um halb zwei den Nachtzug nach Poti zu nehmen. Nach ein paar Nächten am Schwarzen Meer ist dann der Plan, mit dem Nachtzug nach Yerevan &#8211; oder Eriwan, oder wie auch immer, jedenfalls in die Hauptstadt Armeniens &#8211; zu fahren, und von dort aus, leider diesmal ohne Armenien wirklich zu erleben, weiter über die iranische Grenze. Und da ich nicht genau weiß, wie offen zugänglich z.B. mein Emailprogramm dort ist (schließlich wird man auf der Startseite doch meistens von nicht nur für iranische Verhältnisse leicht bekleideten Damen empfangen&#8230;), werde ich mich wahrscheinlich erst nach der Zeit dort wieder melden. </p>
<p>Interessant ist für diese Seite auf alle Fälle die Sache mit der Kühlung der Multidose-Patronen: Da es ja bisher in punkto Kühlung anscheinend keine külpflichtige-medikamentebrauchende-rucksackreisenfreundliche Patentlösung gibt, musste ich mich für irgendeine &#8220;improvisierte&#8221; Form der Kühlung entscheiden&#8230; Erstmal zu &#8220;meinem&#8221; System: Patronen in Plastikverschweißung (in zusätzlicher Plastiktüte) in Thermoskanne, zusammen mit Eiswürfeln (oder gefrorenem Wasser in anderer Form). Eis von Zeit zu Zeit erneuern, gefrorene Trinkwasserflaschen im Rucksack bei den Thermoskannen verstauen. Wenn vorhanden, in kalten Bergbach oder Kühlschrank stecken&#8230;Leider sind nicht alle Umverpackungen der Patronen wie eigentlich erwartet 100 % wasserdicht. Leider sind auch die sie umgebenden Plastiktüten, die ich nach bestem Wissen und Gewissen hermetisch verschlossen zu haben glaubte, nicht 100 % wasserdicht gewesen. Zum Glück ist der Herbst hier zur Zeit temperaturtechnisch nur knapp über 8 Grad (ich habe also kein schlechtes Gewissen dabei, die Patronen &#8220;nur&#8221; in Luft in den Thermoskannen zu befördern&#8230;) und zum Glück geht es mir weiterhin sehr gut (ohne merklich andere Reaktionen an den Injektionsstellen oder andersartige Begleiterscheinungen), obwohl ich inzwischen schon die zweite &#8220;vollgelaufene&#8221; Patrone im Injektor habe&#8230;Fazit also bisher: Sieht schlimmer aus, als es ist, wenn die Patrone in ihrer Umverpackung etwas im Wasser schwimmt. Ich desinfiziere die Patrone eben noch, bevor ich sie in den Injektor einsetze, und bisher ist so alles gut gegangen&#8230;</p>
<p>Auch interessant sein könnte, dass dieser Rebismart ganz schön was aushält. Vor ein paar Wochen ist er &#8211; unten im Rucksack &#8211; mit selbigem, zum Glück ohne mich, einige Meter in die Tiefe gestürzt, und funktioniert weiterhin ohne irgendwelche Macken&#8230; meine letzten Worte vor dem Rucksacksturz (irgendwie am Fels hängend, weil wir uns beim Abstieg etwas verschätzt haben) waren sinngemäß so was wie &#8221; Nein, du solltest ihn nicht dieses Stückchen runter gleiten lassen, ich denke nicht, dass der Injektor das überleben wird&#8230;&#8221;. Na ja, der Rucksack ist meinem Mann kurz darauf aus der Hand gerutscht und hat den Abstieg ohne uns gemeistert. Wir konnten ihn später, als wir auch endlich &#8220;unten&#8221; waren, bergen&#8230; Fernglas und Foto waren durch Isomatte und Wasserflasche geschützt, der Injektor funktioniert auch noch und alle haben überlebt. Vielleicht melde ich mich noch aus Poti! </p>
<p><i>Hinweis: Alle Artikel von der Reise unserer Gastbloggerin Iris finden Sie in der <a href="http://www.bloghaus-ms.de/category/fernweh-reiselust/">Kategorie Fernweh &#038; Reiselust</a>.</i></p>
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		<title>FERNWEH &amp; REISELUST – TEIL 4</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 08:29:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen & Tipps]]></category>
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		<description><![CDATA[Mitte September 2011: Endlich! Kurz vor Start. Durchatmen nach zwei verdammt nervenaufreibenden Tagen. Theoretisch sind wir gerade schon auf dem Weg nach Istanbul, praktisch ist alles ganz anders gekommen mal wieder. So anders aber auch nicht, strenggenommen. Unsere Mitfahrgelegenheit macht tatsächlich einen Umweg von ca. 500 Kilometern, um uns statt in Leipzig in Süddeutschland an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mitte September 2011: Endlich! Kurz vor Start. Durchatmen nach zwei verdammt nervenaufreibenden Tagen. Theoretisch sind wir gerade schon auf dem Weg nach Istanbul, praktisch ist alles ganz anders gekommen mal wieder. So anders aber auch nicht, strenggenommen. Unsere Mitfahrgelegenheit macht tatsächlich einen Umweg von ca. 500 Kilometern, um uns statt in Leipzig in Süddeutschland an einer Autobahnauffahrt einzusammeln! Eigentlich hätten wir nämlich gestern früh eine Ladung Medikamente (für die ersten drei Monate) erhalten sollen, der Lieferdienst hat aber just zu dieser Zeit ein enormes EDV-Chaos und die Sendung ist nicht mal heute angekommen. Die zweite Sendung, mit einem Extrakurier notfallartig heute Mittag losgeschickt, kam dank Ferienende und Freitagsverkehr leider auch extrem verspätet an – aber sie kam letztendlich tatsächlich, und das ist die Hauptsache. Nur, dass wir jetzt eben nicht wie geplant in Leipzig zusteigen können und es auch mit Öffentlichen keine Möglichkeiten mehr gibt, unseren Istanbulfahrer auf seiner „eigentlichen“ Strecke zu erwischen – ich bin sehr neugierig auf diesen Menschen, der wegen uns zwei Pappnasen tatsächlich so einen Umweg fährt!? Jedenfalls sind die Rucksäcke gepackt, die Schuhe stehen bereit, die Ampullen schwimmen in der Thermoskanne im Kühlschrank zwischen Eiswürfeln und harren der Hitze, die da kommen mag&#8230; und ich bin tatsächlich eher aufgeregt wie müde. Oder eher müde wie aufgeregt? Jedenfalls hat vor allem der heutige Tag ganz schön an meinem Nervenkostüm gezupft&#8230; egal, bald sind wir hoffentlich in Istanbul! Spannend!</p>
<p><i>Hinweis: Alle Artikel von der Reise unserer Gastbloggerin Iris finden Sie in der <a href="http://www.bloghaus-ms.de/category/fernweh-reiselust/">Kategorie Fernweh &#038; Reiselust</a>.</i></p>
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		<title>FERNWEH &amp; REISELUST – TEIL 3</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 08:27:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen & Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Fernweh & Reiselust]]></category>
		<category><![CDATA[Mutmacher & Lebenshilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Welt ist ganz schön groß. Und ein Jahr ist doch ganz schön wenig Zeit. Zumindest, wenn man gerne kontemplativ reist und nicht nur möglichst viele Kilometer machen will&#8230; der langen Rede kurzer Sinn: Amerika wird doch nicht entdeckt. Back to the Mittelalter… Fast war die Fahrt übers Große Wasser in trockenen Tüchern&#8230; nach vielen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt ist ganz schön groß. Und ein Jahr ist doch ganz schön wenig Zeit. Zumindest, wenn man gerne kontemplativ reist und nicht nur möglichst viele Kilometer machen will&#8230; der langen Rede kurzer Sinn: Amerika wird doch nicht entdeckt. Back to the Mittelalter… Fast war die Fahrt übers Große Wasser in trockenen Tüchern&#8230; nach vielen Reisevorbereitungsarbeitsstunden, die in die Recherche darüber geflossen sind, wie wir über den Atlantik kommen, ohne zu fliegen und ohne dafür ein Vermögen zu bezahlen hatten wir endlich die fast perfekte Lösung gefunden. Gut, wir wären am 24.12. um 5 Uhr morgens „plötzlich“ am Hafen in Rio de Janeiro, also Brasilien, gewesen und da wollten wir eigentlich gar nicht hin diesmal. Panama aufwärts bzw. USA abwärts hätte uns gereizt, aber wie gesagt, wir haben zu wenig Zeit. </p>
<p><i>Hinweis: Der Text ist von Mitte August, es war nur keine Zeit (mal wieder die Zeit!) ihn früher einzustellen. Alle Artikel von der Reise unserer Gastbloggerin Iris finden Sie in der <a href="http://www.bloghaus-ms.de/category/fernweh-reiselust/">Kategorie Fernweh &#038; Reiselust</a>.</i></p>
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		<title>Endlich: Arbeit ! &#8230;  dank Natalizumab ?!</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 17:01:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[MS & Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Mutmacher & Lebenshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsaufnahme]]></category>
		<category><![CDATA[Natalizumab]]></category>
		<category><![CDATA[Rückgang MS-Schübe]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein herzliches Hallo an alle Blogger von bloghaus-ms.de aus Braunschweig! *Da bin ich wieder!* Welch&#8217; FREUDE, FREUDE &#8230;!! ;-) Es ist etwas Zeit vergangen seit meinem letzten Beitrag hier bei bloghaus.de. Das hatte seinen Grund: Seit Ende Juli 2011 habe ich &#8220;endlich&#8221; wieder eine berufliche Beschäftigung. Nach einer langen beruflichen und psychologisch bedeutsamen &#8220;Durststrecke&#8221;, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein herzliches Hallo an alle Blogger von bloghaus-ms.de aus Braunschweig!</p>
<p>*Da bin ich wieder!* Welch&#8217; FREUDE, FREUDE &#8230;!! ;-)</p>
<p>Es ist etwas Zeit vergangen seit meinem letzten Beitrag hier bei bloghaus.de. Das hatte seinen Grund:<br />
Seit Ende Juli 2011 habe ich &#8220;endlich&#8221; wieder eine berufliche Beschäftigung. Nach einer langen beruflichen und psychologisch bedeutsamen &#8220;Durststrecke&#8221;, die trotz meiner glücklichen Partnerschaft mit Selbstzweifeln und einem gesunkenen Selbstwertgefühl stets einher ging, gelang mir zumindest zwischenzeitlich der Sprung zurück in eine Vollzeit-Beschäftigung.</p>
<p>Über ein Personaldienstleistungsunternehmen gelangte ich vor 7 Wochen an diese Tätigkeit, die nicht im Geringsten mit meiner akademischen Qualifikation übereinstimmt. Dennoch freute ich mich sehr über diese Stelle, die mich als Aushilfskraft in die Fertigung eines IT-Unternehmens führte.</p>
<p>Die Grundlage für die Aufnahme dieser z.T. körperlich belastenden Tätigkeit ist mit großer Wahrscheinlichkeit die Umstellung meiner MS-Basis-Therapie auf das Medikament &#8220;Tysabri&#8221; mit dem Wirkstoff Natalizumab.</p>
<p>Seit meiner ersten monatlichen Infusion im Januar 2011 stieg meine Lebensqualität, durch den abrupten Rückgang der bisherigen MS-bedingten Läsionen (&#8220;Schübe&#8221;) in der ZNS, wieder stark an. Und plötzlich hatte ich, dank meiner stabileren körperlichen Verfassung, wieder &#8221;mehr Zeit&#8221; um mich um andere Dinge als um Arzt-Besuche und um Präventionsmaßnahmen gegen MS-Schübe zu kümmern. Meine berufliche Situation gelangte neben meiner Partnerin wieder in den Mittelpunkt des Lebens. &#8230;</p>
<p>Sicherlich waren es nicht nur rosige Zeiten, die vergangenen Monate. Denn neben meiner beruflichen und damit auch finanziellen Situation bedrückte mich auch die für mich, als alternder und chronisch kranker Zeitgenosse, Perspektive auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft.</p>
<p>Doch im Hinblick auf meinen aktuellen Gesundheitszustand, im Vergleich zu dem in den vergangenen Jahren, warf mir diesmal die &#8220;MS&#8221; bei der Arbeitsaufnahme keinen &#8220;Knüppel zwischen die Beine&#8221;, der mich zur Arbeitsniederlegung zwang.</p>
<p>Es ist zwar zeitweilig etwas mühsam und das Fatigue-Syndrom macht mir manchmal schon zu schaffen &#8230; aber ich bleibe am Ball und bin wesentlich &#8220;aufgeweckter&#8221; als noch vor einem Jahr ohne beruflicher Beschäftigung.</p>
<p>Ob diese Entwicklung ganz allein auf den Wechsel auf den Wirkstoff Natalizumab zurück zu führen ist, oder ob weitere Faktoren, wie z.B. meine glückliche und stützende Partnerschaft oder mein Beharrlichkeit auf der Suche nach einer beruflichen Beschäftigung, daran Anteil haben &#8230; das mag jeder selbst für sich entscheiden.</p>
<p>Ich für meine Person bin froh und glücklich Euch diese Zeilen über meine derzeitige Situation zu schreiben.</p>
<p>&#8220;Glück auf! &#8230; und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel!&#8221;</p>
<p>&#8230; Nur behaltet Ihr die Kontrolle! &#8230; in jeglicher Situation ;-)</p>
<p>Viele herzliche Grüße,</p>
<p>Stefan</p>
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		<title>Beeindruckend und unerwartet</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 06:14:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mutmacher & Lebenshilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Hej, am 24.8. 2011 ist Steve Jobs von seinem Führungsposten bei Apple zurück getreten. Nicht weil er der Firma finanziell oder moralisch geschadet hat, sondern weil er aus gesundheitlichen Gründen die Arbeit, die er liebt, nicht mehr ausführen kann. Als ich die Meldung in den Nachrichten hörte und noch mehr als ich die Fernsehbilder, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hej,</p>
<p>am 24.8. 2011 ist Steve Jobs von seinem Führungsposten bei Apple zurück getreten. Nicht weil er der Firma finanziell oder moralisch geschadet hat, sondern weil er aus gesundheitlichen Gründen die Arbeit, die er liebt, nicht mehr ausführen kann.</p>
<p>Als ich die Meldung in den Nachrichten hörte und noch mehr als ich die Fernsehbilder, die einen von einer Krebserkrankung gezeichneten Menschen zeigten, sah, war ich zutiefst betroffen. Viele wegweisende IT-Entwicklungen wären ohne ihn nicht möglich gewesen und wer weiß, wann wir ohne ihn die ersten computeranimierten Filme im Kino hätten sehen können. Ich habe mich gefragt, wie schwer ihm die Entscheidung des Rückzugs gefallen ist. Wenn man ihn bei den jährlichen Apple-Präsentationen gesehen hat, merkte man &#8211; trotz Marketingabsichten und Gewinnüberlegungen &#8211; dass er wirklich hinter dem steht, was er da sagte und anpries.</p>
<p>Heute habe ich nun endlich Zeit gehabt einen Zeitungsartikel zu lesen, den Michael mir empfohlen hat und der mich zutiefst beeindruckte. Es ist eine unerwartet großartige Rede, die Steve Jobs vor einigen Jahren vor Absolventen der Stanford University gehalten hat. Sie ist unter diesem <a title="Steve Jobs - Stanford-Rede" href="http://humanity.kulando.de/post/2009/04/22/steve-jobs-abschlussrede-in-stanford-in-deutsch-uebersetzt">Link</a> zu lesen oder im Original zu hören. Ich werde den gekürzten Zeitungsausschnitt auf keinen Fall ins Altpaier beförden. Bereits nach dem ersten Lesen war mir klar, diese Worte haben durch ihre Schnörkellosigkeit und Ehrlichkeit soviel Substanz, dass ich sie mir bei meinen gesundheitlichen Talwanderungen immer wieder als Mutmacher ins Gedächtnis rufen werde.</p>
<p>Viele Grüße</p>
<p>Sylke</p>
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		<title>Sommer &#8211; jeder redet darüber &#8230;</title>
		<link>http://www.bloghaus-ms.de/2011/08/sommer-jeder-redet-daruber/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 16:43:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mutmacher & Lebenshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>

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		<description><![CDATA[und die Vorstellungen sind sooo unterschiedlich. Nehmen wir den heutigen Tag: Seit mein Lieblingswetterfrosch mir mit seiner Wetterprognose für Sonntag Mut gemacht hat, habe ich mich auf diesen Tag gefreut: Nur noch heute wird es übles Waschküchenwetter, das mir zusetzt, geben. Ab morgen Wohfühltemperatur mit gelegentlichem Regen und ab/am Sonntag &#8230; mein Wetter. Trockene 20 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>und die Vorstellungen sind sooo unterschiedlich.</p>
<p>Nehmen wir den heutigen Tag: Seit mein Lieblingswetterfrosch mir mit seiner Wetterprognose für Sonntag Mut gemacht hat, habe ich mich auf diesen Tag gefreut: Nur noch heute wird es übles Waschküchenwetter, das mir zusetzt, geben. Ab morgen Wohfühltemperatur mit gelegentlichem Regen und ab/am Sonntag &#8230; mein Wetter. Trockene 20 Grad Celsius (+/- 2 Grad).</p>
<p>Ist er vorbei der Sommer, der mich in diesem Jahr rein fatiguemäßig nicht so extrem gefordert hat, mir aber nach 14 Jahren neue MS-Probleme bescherte, die mich ganz schön ins Straucheln brachten?</p>
<p>Ich sage da bestimmt nichts Neues, aber: Wenn eine alte Dame mit Rollator schneller ist als man selber, ist das nicht wirklich motivierend. Auch wenn ich mir immer wieder gesagt habe, es ist wichtig, die Gehirnareale, die nicht richtig funktionieren, zu fordern und weiter zu gehen, egal wie schnell. Nach mehrwöchigem Schneckentempo und dem morgendlichen Metylprednisolon-Cocktail, ist jetzt wieder alles in dem Lot, das ich kenne und mit dem ich zurecht komme.</p>
<p>Was ist nun Sommer? Da lass ich doch mal die Wise Guys zu Wort kommen: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=jQbqzMc11Og&amp;feature=related">Hier der Link.</a></p>
<p>Viele Grüße und lasst es Sommer bleiben!</p>
<p>Sylke</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Hallo Wach trifft Zombie</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 12:22:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arzt & Patient]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen & Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Mutmacher & Lebenshilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwann zwischen seinerzeit und heute: Abgetörnt und fern der Heimat. Unerträglich lahm gelegt. Unfassbar anstrengend ist jede noch so winzige Arbeit von Kopf und Körper. Ich funktioniere, mehr ist nicht drin. Ein Minimalkonsens zwischen dem Alltag und dem eigentlichen Unvermögen ist das. Wie ferngesteuert komme ich mir vor. Morgens aus dem Bett, der Körper vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwann zwischen seinerzeit und heute: Abgetörnt und fern der Heimat. Unerträglich lahm gelegt. Unfassbar anstrengend ist jede noch so winzige Arbeit von Kopf und Körper. Ich funktioniere, mehr ist nicht drin. Ein Minimalkonsens zwischen dem Alltag und dem eigentlichen Unvermögen ist das. Wie ferngesteuert komme ich mir vor. Morgens aus dem Bett, der Körper vom Nervenfresser voll Blei gepumpt, möchte ich mich am liebsten sofort wieder hinlegen. </p>
<p>Hollywood grüßt in meinem Kopf. Ich bin untot, nicht lebendig, assoziiere ich. Ein Zombie im Film wäre, auch vom Bewegungsmuster her, mit mir gut besetzt. Na ja, beginnt der innere Dialog zwischen „Wollen“ und „Müssen“, egal, das schaffst du schon! Hauptsache irgendwie durch den Tag kommen. Doch irgendwie ist nicht genug. Und so schleppe ich mich dahin. Nur nichts anmerken lassen. Mechanische Tage sind das, einer nach dem anderen. Klar, das liegt am Wetter, am Stress (nur da war eigentlich keiner), am Zyklus, an sonst was. Das hört auch wieder auf.<br />
Unaufhörlich kämpfe ich und rede mir ein, es gebe bald ein Ende dieses Zustands. Lebensqualität ist etwas ganz anderes. Zwischendurch dann wieder Zweifel: Soll das jetzt immer so sein? Das halte ich nicht mehr lange aus.<br />
Die Wochen ziehen wie im Rausch an mir vorbei. Ich weiß nicht, wie ich sie hinter mich bringe. Schließlich rette ich mich in den Urlaub. Danach wird das bestimmt anders.</p>
<p>Nee, wieder getäuscht! Auch absolute Entspannung über ein paar Wochen ändert gar nichts. Das böse F-Wort (Nicht, was Sie jetzt denken!), für die Gastgeber des Nervenfressers heißt das Fatigue. Das klingt nach Eiffelturm, Champs Elysée, nach Baguette und Poesie. Verklärt aber nichts weiter als über die Maßen lahm legende Erschöpfung. Schlimmer als das gelegentlich von anderen gehörte „Ach, ich bin auch müde. Das ist das Frühjahr (alternativ: der Herbst, Winter, die Hitze…)!“ Millionen Mal so schlimm.</p>
<p>Früher war so etwas höchstens nach durchfeierten Nächten oder Marathon-Pensum im Beruf spürbar. In solchen Fällen wurde danach ausgiebig geschlafen und der Akku war kurze Zeit später wieder vollständig aufgeladen, die alte Leistungsfähigkeit wieder da. </p>
<p>Hier aber nützt das alles überhaupt nichts. Wenn dich der Nervenfresser derart gepackt hält, dann bist du zu nichts mehr in der Lage und kannst dich aus den Fesseln auch mit noch so viel Willen nicht befreien, kannst so gar nichts dagegen tun, oder?</p>
<p>Einer hat ´ne Idee: Der Experte, Boss in meinem Kompetenzteam, mein Neurologe. Wie ich ist er kein Mensch, der vorschnell zu pharmakologischen Mitteln greift. Wir sind diesbezüglich eigentlich immer nach dem Motto ‚Weniger ist Mehr‘ unterwegs. Nun aber, angesichts dieses Zombie vor ihm und der Einsicht, dass dies nun mal ein Ende haben muss und wir gemeinsam lange genug auf Änderung von ‚untot‘ zu ‚lebendig‘ gewartet haben, kommt der Vorschlag auf einen Versuch.</p>
<p>Es gibt da ein Mittel, eigentlich aus der Parkinson-Therapie, das könnte helfen. Es wirkt direkt auf den Gehirn-Stoffwechsel und soll dadurch verlorene Energie direkt zurück bringen.<br />
Also gut, der Griff nach dem Strohhalm!</p>
<p>Der Boss sieht´s sportlich und verordnet drei ‚Hallo Wach‘ pro Tag. Ich lese den Beipackzettel, lese von Halluzinationen, vom Herzrasen und bekomme Angst. Aber ein Anruf  genügt und wir einigen uns: Erst ´ne halbe, dann eine, inzwischen zwei Tabletten, morgens und mittags eingeworfen und…</p>
<p>… Zwei Wochen später: Die ‚Hallo Wach‘ haben den Zombie niedergerungen. Gut, denke ich, dass wir sie aufeinander losgelassen haben und die Untote wieder lebendig ist. Zwar habe ich einen staubtrockenen Mund davon, aber was ist der gegen das Zombie-Dasein? Und schließlich gibt es Lutschpastillen, die die Zunge vom Gaumen lösen und das Sabbeln störungsfrei werden lassen.</p>
<p>Das alles war im letzten Jahr. Klar, auch heute noch gibt es diese Tage, da ist wird der Zombie in mir noch mal übermächtig. Aber im Durchschnitt aller Tage ist die „Kopf-Körper-Schere“ sehr viel stumpfer geworden.<br />
Ich durfte erfahren: Irgendwie und irgendwo kann es ein Kraut gegen Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit geben. Hast du die Augen auf, teilst dich mit und ergibst dich nicht, kommt Hilfe, manchmal auch auf ganz unerwartete Weise. </p>
<p>Irgendwie hoffnungsvoll und tröstlich ist das.</p>
<p><a href="http://www.bloghaus-ms.de/wp-content/uploads/2011/08/HalloWachtrifftZombie.jpg"><img src="http://www.bloghaus-ms.de/wp-content/uploads/2011/08/HalloWachtrifftZombie.jpg" alt="" title="HalloWachtrifftZombie" width="450" height="338" class="alignnone size-full wp-image-2329" /></a></p>
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