Work and Travel (7)

Erst einmal wünsche ich allen ein frohes Osterfest gehabt zu haben. Zur Zeit ist bei mir sehr viel zu tun und ich bin lange nicht mehr dazu gekommen, einen Beitrag zu schreiben. Um ehrlich zu sein, beschäftigen mich auch ganz andere Dinge zur Zeit als meine Zeit im Ausland, viel aktuellere Themen. Dennoch kommen immer häufiger die Gedanken: „Nun bin ich fast ein Jahr wieder in Deutschland – da könnte ich ja Geburtstag feiern“. Na ja, Scherz beiseite und der Wahrheit ins Gesicht geschaut: Wenn ich zur Zeit an Australien denke und meine Zeit dort, dann um Kraft daraus zu schöpfen und mir wieder Mut zu holen.

Es gab so viele lustige Situationen, so viele Abenteuer und auch Momente, in denen man sich selbst viel näher gekommen ist und sich besser kennengelernt hat, als man es sonst tun würde. Vielleicht weil es eine extreme Situation gab, eine besonders schöne oder auch einfach nur weil es im Zusammenleben gut oder auch schlecht funktioniert.

In meinem Beitrag heute möchte ich euch nicht von der MS erzählen, sondern davon, wie man das Leben genießt und was man alles erleben kann, wenn man möchte. Meine Mutter sagt oft zu mir: „Wenn du etwas wirklich möchtest, dann erreichst du das auch“. Ja klar, kann man nun sagen, aber im Rückblick kann ich das schon bestätigen. Das trifft für viele Dinge und Bereiche zu, nicht nur für meine Australienreise, obwohl diese eine Sache ist, die ich wirklich wollte.

Australien steht für mich für Freiheit, Genuss des Momentes und Leben in der Gegenwart. Dort bekam ich es besser hin als hier. Jeden Tag aufs Neue versuche ich mir diese Fähigkeit, den Moment zu genießen und im Hier und Jetzt zu leben, anzueignen. Im Zusammenhang mit den jedem Menschen auferlegten Pflichten gar nicht so einfach, aber doch machbar.

Für meinen „Traum“ Australien gab es etliche Hürden zu überwinden… Und es ist wirklich so: Wenn man etwas wirklich will, dann schafft man das. Dies erfordert manchmal Umwege oder andere Gedanken-/Wege, manchmal auch ein paar Abstriche oder leicht herunter geschraubte Vorstellungen und Erwartungen. Wenn man aber offen bleibt und sich auf Neues, andere/ähnliche Ideen einlässt, dann findet man eine Lösung.
Meine Erfahrungen, die ich in Australien gemacht habe, möchte ich auf gar keinen Fall missen:

  • tauchen gehen, unter anderem mit Haien
  • wundervolle Landschaften sehen und durchwandern
  • sehr sympathische Menschen kennenlernen und Kontakte knüpfen und Erfahrungen austauschen
  • Arbeiten in der Landwirtschaft
  • Kurse in einer Fremdsprache erfolgreich absolviert zu haben
  • ein positiveres Bild von mir selbst und meinem Leben bekommen zu haben
  • die Erfahrung, wie es ist, wenn man wirklich in dem einen Moment lebt und das Leben genießt
  • dass manche Dinge woanders auch nicht besser sind
  • dass manche Dinge einfach anders sind
  • Schwierigkeiten alleine, mit einer Freundin oder auch mit Bekannten lösen, überstehen und daraus lernen zu können

Ich könnte noch vieles mehr anfügen, viel lieber möchte ich euch aber noch an ein paar schönen Fotos teilhaben lassen. Bevor ich das mache noch eine kleine Bitte: Es wäre schön, wenn ihr mir Anregungen schickt, oder auch Fragen, wenn euch speziell etwas interessiert, dann kann ich in meinem nächsten Beitrag darauf eingehen: mulskle[at]googlemail.com

Bloghaus-MS Gastautorin Monika
Ich bin 1983 in Dortmund geboren. Nach mehreren Umwegen habe ich 2008 erfolgreich meine Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin abgeschlossen. Nach meiner Ausbildung arbeitete ich im OP.
2009 wurde ich mit der Verdachtsdiagnose MS konfrontiert, die sich 2010 durch ein weiteres MRT bestätigte.
Was ich zur Zeit mache? Ich lebe mein Leben und versuche meine Träume zu verwirklichen, denn das ist möglich, wenn man die Träume konkret genug macht und dafür arbeitet. Die MS macht manches schwerer oder auch mal komplizierter, aber wenn man sich der Herausforderung stellt, dann lernt man sehr viel und fühlt sich hinterher großartig. Mit gestärktem Selbstwertgefühl kann es dann zu neuen Herausforderungen gehen.



2 Kommentare

  1. Beate

    Donnerstag, 26. April 2012 um 20:05 | Kommentar melden.
     

    Liebe Monika,

    also war Deine Rückkehr nach D eher “ernüchternd”? Woran liegt das?
    Fehlt das Urlaubsgefühl, sind plötzlich wieder Pflichten da, die SO in Australien kaum denkbar gewesen wären?

    Die Fotos gefallen mir sehr gut und Dein Blog bringt wirklich nahe, wie wohl Du Dich in Australien fühlst / fühltest.

    Lieben Gruß,
    Beate

    Antworten

  2. Monika

    Freitag, 27. April 2012 um 19:03 | Kommentar melden.
     

    Meine Rückkehr nach Dtl. war alles mögliche. Schön auf der einen Seite, traurig auf der anderen Seite. Sicher ist schon, dass das Leben dort in Australien komplett anders war, alleine schon von der Tatsache her, dass ich dort nicht arbeiten musste (Ich hatte genug Geld gespart, wollte aber auch ein wenig arbeiten) und es generell einige Verpflichtungen weniger waren. Hier denkt man viel an diese und jene Versicherung, viel an die Zukunft im generellen. In Australien habe ich mehr im und für den Moment gelebt und ein Stück weit vermisse ich das. Wenn ich nun in Australien auch hätte arbeiten MÜSSEN, oder kontinuierlich dort leben würde kämen bestimmt auch einige dieser Verpflichtungen, Zukunftsgedanken und -sorgen dazu. Wahrscheinlich viel es mir dort wesentlich leichter das Leben einfach zu genießen und einfach zu leben, die Dinge anzupacken. Manches Mal ist das hier schwieriger, weiß aber nicht genau warum, versuche auch eher einfach dieses Gefühl wiederzuerlangen und auch hier in Dtl. für und in dem Moment zu leben :) Man ist wesentlich selbstzufriedener und glücklicher, wenn die Gedanken im Hier und Jetzt sind. :)
    Entschuldige bitte den halben Roman ;) und danke für den Kommentar.
    Lieben Gruß
    Monika

    Antworten


Kommentare