Work and Travel… …einfach ausprobieren
Auch einfach ausprobieren erfordert Vorbereitung: Das fängt an bei A wie Auslandsreisekrankenversicherung, über F wie Familie, Freund und Freunde, über M wie Medikamente bis hin zu Z wie Zoll. Es gab also wirklich jede Menge zu tun; Da ich am Anfang des Jahres (2010) meinen Job gekündigt hatte, hatte ich zum Glück genug Zeit um mich durch das Alphabet der Vorbereitungen zu wuseln.
Ich befragte andere MS-Betroffene in Foren bzw. Internet-Communitys, ob sie ähnliches erlebt haben/ähnliches gemacht haben. Fündig wurde ich – nach sehr langem Suchen – bei einer netten jungen Dame, die zu der Zeit in Australien studiert hat (wenn mich meine Erinnerung nun nicht täuscht). Sie sagte mir, dass sie sich die Medikamente (in Drei-Monatsraten) zuschicken lässt. Erneut kommen Fragen auf: Ist es nicht zu kalt/zu warm während des Transportes? Was ist ohne feste Adresse, wohin lässt man sich die Pakete schicken? Kommen die durch den Zoll, immerhin sind dort auch Kanülen dabei? Wie viele Monate darf mir mein Arzt verschreiben? Wäre es möglich sich direkt mit einem Jahresvorrat einzudecken? Wie viele Monate darf ich einführen? Ist es sicher, so viele Monate auf einmal mitzunehmen: Sowohl vom Wert her als auch von der Aufbewahrung? Würde die Krankenkasse aus Deutschland die Medikamentenkosten übernehmen, wenn ich in Vorkasse trete? Übernimmt eine Auslandsreisekrankenversicherung die Kosten? Wie hoch sind die Kosten für das Medikament in Australien? Könnte ich sie mir selbst leisten, also komplett selbst zahlen? Gibt der Arzt das Rezept an meine Eltern? Bekommen meine Eltern die Medikamente in der Apotheke?
Wie ihr seht ist das ein sehr großes Thema gewesen. Jede Menge Fragen und inzwischen kann ich diese auch alle beantworten, allerdings nimmt das zu viel Platz hier ein, darum schreibe ich nur die Lösung auf, für die ich mich entschieden habe (wer genauere Fragen hat, warum ich mich für folgendes entschieden habe, darf gerne hier unten bei Kommentaren fragen. Bei sehr großer Nachfrage werde ich einen extra Eintrag nur mit Beantwortung dieser Fragen zur Verfügung stellen.)
Mein Plan A (bezogen auf die Medikamente) sah folgendermaßen aus:
Ich nehme Medikamente für die ersten drei Monate mit und lasse mir dann die Medikamente für jeweils drei weitere Monate zuschicken. In dem Paket sollten dann mind. die drei Monate Medikamente sein, eine Kopie meines Patientenpasses und eine Kopie eines englischsprachigen Berichtes meines Arztes, dass ich diese Medikamente benötige. (Textvorlagen kann ich auch gerne zur Verfügung stellen.)
Falls Plan A schief geht, hatte ich mir einen Plan B überlegt:
Entweder alle drei Monate zurück nach Deutschland fliegen (von einem Mitglied meiner Familie die Medikamente zum Flughafen bringen zu lassen und mehr oder weniger direkt wieder heim fliegen) oder die Medikamente doch selbst zu bezahlen.
Ob alles wie gewünscht laut Plan A geklappt hat, erfahrt ihr im Laufe der nächsten Berichte.
Das nächste große Thema war die Auslandsreisekrankenversicherung. …
Bloghaus-MS Gastautorin Monika
Ich bin 1983 in Dortmund geboren. Nach mehreren Umwegen habe ich 2008 erfolgreich meine Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin abgeschlossen. Nach meiner Ausbildung arbeitete ich im OP.
2009 wurde ich mit der Verdachtsdiagnose MS konfrontiert, die sich 2010 durch ein weiteres MRT bestätigte.
Was ich zur Zeit mache? Ich lebe mein Leben und versuche meine Träume zu verwirklichen, denn das ist möglich, wenn man die Träume konkret genug macht und dafür arbeitet. Die MS macht manches schwerer oder auch mal komplizierter, aber wenn man sich der Herausforderung stellt, dann lernt man sehr viel und fühlt sich hinterher großartig. Mit gestärktem Selbstwertgefühl kann es dann zu neuen Herausforderungen gehen.




sikmorigan
Mittwoch, 13. Juli 2011 um 16:44 | Kommentar melden.
Hallo, auch ich werde eine Weltreise mit hauptsächlichen Aufendhalt in Australien machen und habe viel rechachierd und leider nichts zu dem Thema gefunden. Leider fliege ich schon am 31.07 aber vl. findest du ja noch Zeit mir zu schreiben wie du das mit dem Schicken, der Kühlung und ggf einer Adresse ect organiesiert hast. Wirklich glücklich bin ich mit der ganzen Kühlsituantion und der Mitnahme von 7 Packungen Rebif nämlich auch nicht. Ich würde mich freuen
Mfg
Iris
Samstag, 30. Juli 2011 um 18:13 | Kommentar melden.
Hallo Sikmorigan;
bei 7 Packungen Rebif hast du wahrscheinlich die Fertigspritzen; ich habe jetzt extra wegen der geplanten großen Reise (geringeres Packmaß, Ampullen statt Spritzen -> u.U. weniger Probleme, da Medikamentencharakter nochmal deutlicher wird, Kühlsituation unkomplizierter…) auf den Rebismart umgestellt, da reicht eine Packung für drei Monate. Wenn du am 31.7. (also morgen…) los willst, ist das jetzt aber wahrscheinlich zu spät… wie kühlst du denn unterwegs?
Wünsche dir alles Gute für die Reise!!!
Liebe Grüße, Iris
(die vom anderen Reise-Blog)
Shenia
Sonntag, 13. November 2011 um 11:10 | Kommentar melden.
Hallo,
ich plane ein Jahr Work and Travel in Neuseeland und suche schon seit längerem verzweifelt im Internet nach anderen, die MS haben und diesen Schritt meistern konnten. Die ganzen Fragen die dur die gestellt hast, habe ich auch. Für mich wäre es sehr schön wenn ich mit dir in Kontakt treten könnte um einfach mal deine Erfahrung zu hören. Vielleicht könntest du mir eine Gelegenheit geben dich direkt anzuschreiben.
Ganz liebe Grüße,
Shenia
Hannah
Dienstag, 3. Januar 2012 um 12:04 | Kommentar melden.
Hallo,
ich plane genau wie du auch ein Jahr Work and Travel in Neuseeland und habe keine Ahnung wie sich die ganze Sache mit dem Visum gestaltet. Hast du schon eins?
LG Hannah
Monika
Dienstag, 3. Januar 2012 um 18:46 | Kommentar melden.
Hi Shenia, falls du sie noch nicht entdeckt hast: Hier ist eine Email-adresse, über die du mich kontaktieren kannst:
mulskle@googlemail.com
@Hannah, ansich die Sache mit dem Visum dürfte ja nicht allzuschwer sein. Das Australische konnte man online beantragen, ich denke, dass das auch genauso bei dem Neuseeländischen so läuft. Schau mal auf der Internetseite der neuseeländischen Botschaft nach.
Lieben Gruß
Monika
Hannah
Donnerstag, 5. Januar 2012 um 12:51 | Kommentar melden.
Hey,
das neuseeländische Visum wird auch online beantragt.
Ich mach mir nur um diese Frage Sorgen :
Haben Sie irgendein medizinisches Problem, dass derzeitige Behandlung erfordert, sowie auch Behandlung
während Ihres Aufenthalts in Neuseeland?
- durch Krankenhaus Aufenthalt Ja Nein
LG Hannah
Monika
Donnerstag, 5. Januar 2012 um 16:25 | Kommentar melden.
@Hannah:
tja… das ist so eine Frage… Also definitiv sagen kannst du ja nicht, dass du ins KH musst oder?! Nur, wenn du einen Schub bekommst, aber das weißt du ja vorher nicht. Und du gehst erst einmal davon aus, dass du nicht in Behandlung musst… Wenn dir dein Arzt evtl. eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellt (wirst du am besten auch an die Auslandsreisekrankenversicherung schicken) dann dürfte man meiner Meinung nach diese Frage mit Nein beantworten. Juristisch weiß ich nicht, ob das so korrekt ist oder nicht. Ich glaube bei dem Australischen Visum war die Frage etwas anders gestellt, da ging das auf jeden Fall so. Ist das die genaue Übersetzung? Und an sich kommen auf die Neuseeländer ja keine Kosten zu, wenn du die Medikamente aus Dtl. mitnimmst/sie dir zuschicken lässt. Du weißt ja auch nicht, ob du vielleicht einen Unfall hast und dir was brichst und dann ins KH musst oder so. So ist das mit einem Schub auch;) Die Möglichkeit besteht klar… Aber annehmen tust du es nicht.