Nix Neues von der Front…

Jetzt sind schon wieder knapp vier Wochen vergangen, seit ich hier mein Leid geklagt habe. Hinter mir habe ich zwei MRT´s und Stunden des Wartens und der Sorge. Die Bilder, die rauskamen, waren nahezu perfekt. Ich weiß jetzt, dass ich einen zusätzlichen Bandscheibenfehler in der HWS habe und dass sonst - aus rein neurologischer Sicht – alles im grünen Bereich ist. Das war ja einerseits eine gute Nachricht, andererseits frage ich mich weiterhin, wo dieser “Schwindel” herkommt.

Ich habe mich aus Neugierde und natürlich aufgrund meines Wunsches, endlich wieder normal zu ticken, in die Hände eines sehr, sehr “kuriosen” Arztes begeben. Er ist hier bei uns ein anerkannter Allgemeiner mit sehr viel Naturheilverfahren. Mein Besuch bei ihm hat mich etwas verunsichert, denn ich dachte, ich hätte schon so ziemlich alles durchgemacht, was Ärzte anbelangt. Nach diesem Termin allerdings wusste ich, dass es noch besser kommen kann. Wir haben ziemlich abgefahrene Tests gemacht mit dem Ergebnis, dass meine Pankreas nicht richtig funktioniert, vermutlich eine Zahn-OP schuld ist, meine Magen nicht richtig tickt, meine Nasenschleimhaut nicht richtig abläuft und meine HWS eine Totalblockade hat. Also keine wirklich 100 %ige Erklärung.

Das Ende der Odyssee…. Ich komme nun morgens in die Küche und sehe auf ein Tablett mit Tropfen, Ampullen und Globuli… 8 an der Zahl + die tägliche Injektion und die Schilddrüsentablette lassen mich wie eine Oma wirken. Hallo? Ich bin doch noch gar nicht so alt, kann mich aber schon einreihen in die Rieger jener, die auf Geburtstagen und anderen Festen fröhlich über ihre Medikamente und Krankheiten plaudern. Damit muss ich jetzt wohl erst mal klar kommen. Achja, besser geht es übrigens trotzdem nicht, aber wir wissen, ohne dran zu glauben funktioniert es eh nicht.

Wenn ich jetzt auch noch meine Craniosakraltherapie beginne, hüpfe ich vielleicht bald wieder wie eine junge Göttin durch die Gegend und nicht mehr wie eine Angetrunkene. Und das Lokalanästethikum des Zahnarztes muss sich einer Bioressonanz unterziehen.

Was ich noch sagen wollte: Vielen Dank an meine lieben Mitblogger für die aufmunternden Mails. Danke an Michael, Sylke, Stefan und Bea… Hat gut getan und bitte seid nicht böse, weil ich nicht reagiert habe.

Achtet alle gut auf Euch, ich werde wieder berichten, wenn es was Neues gibt.

Eure Ulli



4 Kommentare

  1. Beate

    Donnerstag, 9. September 2010 um 22:59 | Kommentar melden.
     

    Mal ein ganz anderer Gedanke, hinter dem die Hoffnung steht, dass es sich auch “ganz einfach” erklären liese:

    Ich habe vor kurzem meine Schilddrüsenwerte prüfen lassen, da ich auch ständig ein Schwindelgefühl hatte und manchmal taumelte, wie betrunken.
    Der Grund war eine Überdosierung meiner Schilddrüsenmedikamente, die meiner Unterfunktion entgegen wirken sollen (dabei aber über das angepeilte Ziel hinaus schossen).
    Seit der Reduktion auf eine halbe statt einer ganzen Tablette fühle ich mich deutlich wohler und das Schwindelgefühl hat nachgelassen.
    Klar, ich hatte eine enorme Hormonumstellung aufgrund der Schwangerschaft – aber wer weiß denn, ob alles noch so passt, wie es irgendwann einmal festgehalten wurde?

    Regelmäßige Kontrolle mit entsprechender Anpassung der Therapie (aufgrund welcher Krankheit/Einschränkung auch immer) schütz uns vor den altbekannten “Schubladen”, in die man gerne gesteckt wird.

    Das ganze Leben ist im Fluss – so auch der Körper, der Geist, Gesundheit und Krankheit…

    Lieben Gruß,
    Beate

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    • Ulli

      Freitag, 10. September 2010 um 09:10 | Kommentar melden.
       

      liebe bea, natürlich war das auch mein erster gedanke. die schilddrüse ist nach meiner op immer der erste ansatzpunkt, aber die ist richtig eingestellt und die blutwerte sind top.
      leider hat sich noch nichts gebessert, ich fahre seit bestimmt 2 monaten schon nicht mehr auto, weil es mir zu gefährlich ist. du kennst mich,nicht meinetwegen, aber ich habe angst, dass ich mal bei einem schwindelschub die kontrolle verlier und jemanden auf die haube nehme.
      es wird immer unschöner, das ganze :-(
      danke aber für deine gute idee und deine guten gedanken…
      ulli

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  2. Beate

    Freitag, 10. September 2010 um 13:10 | Kommentar melden.
     

    Sehr gerne doch..!
    Ich bin ja weder Arzt noch Ernährungsexperte ( da kenn ich aber eine, die das voll drauf hat *grins*), aber ein Brainstorming hat schon öfter mal die halbwegs richtige Richtung getroffen..

    Ich drück Dir die Daumen, dass sich das hoffentlich bald aufklären wird!
    Wie wäre es mit ein paar Tagen ausruhen und auftanken? ;-)

    LG,
    Beate

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  3. Desiree

    Dienstag, 14. September 2010 um 19:37 | Kommentar melden.
     

    Hallo Ulli,

    bevor dieses Jahr MS bei mir diagnostiziert wurde, habe ich eine ordentliche “Schwindelkarriere” hinter mich gebracht, was aber mit der MS nichts zu tun hatte.
    Zum einen habe ich eine Entzündung des Gleichgewichtsnerves gehabt. Das wurde durch eine spezielle Untersuchung auf einem sogenannten Drehstuhl herausgefunden. Man vermutet, dass das ganze “Theater” durch eine Herpesinfektion hervorgerufen wurde. Ist Dein Geichgewichtsorgan schon untersucht worden ?
    Zum anderen habe ich arge Probleme mit der HWS. Sobald der 1. oder 2. Halswirbel irgendwie nicht genau da ist, wo er hingehört, dann treffe ich kaum noch den Türrahmen. Zum Glück habe ich einen ganz tollen Physiotherapeuten, der es dann wieder “richtet”. Er ist Craniofazial-Therapeut. Das ist etwas anderes als die Carniosakraltherapie. Wahrscheinlich ist das hier nicht der richtige Ort, um es weiter auszuführen. Aber wenn Du interesse hast, schreibe ich Dir gerne per Email mehr.

    Viele Grüße
    Désirée

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