Die Sache mit der Nadel … und dem Injekt-O-maten

Liebe Blogger und Leser,

nun habe ich es also hinter mir gebracht. Seit Anfang dieser Woche gebe ich mir die intramuskulären AVONEX-Spritzen selbst – per Avoject ®.

Nach einer anfänglichen strengen Abneigung gegen diese Form einer Injektion, insbesondere, als mir die MS-Schwester das erste Mal die stabile lange Nadel (Kanüle) der Spritze gezeigt hat, habe ich in der Zwischenzeit die Vorteile kennengelernt und möchte diese für’s Erste nicht mehr missen.

Klar, die Überwindung, den Knopf des relativ unhandlichen Avoject (= Injekt-o-mat) zu betätigen und damit sich die Nadel vollständig in den Muskel zu jagen (ich bevorzuge beide Oberschenkel im Wechsel), ist nach wie vor groß. Und neben der Angst,  sich selbst ungeahnten Schmerzen auszusetzen, besteht noch die “Bestrebung” den Oberschenkel möglichst entspannt und locker zu halten sowie den Injekt-o-maten richtig zu bedienen und mit seinen eigenen Fingern der Injektion nicht im Weg zu stehen.

Alles eine Sache der Übung, wie ich mittlerweile herausgefunden habe.

Und das Grandiose ist, es tut nicht im sonderlich weh. Natürlich is das Gefühl, das Serum in den Muskel zu spritzen, ist nicht wirklich angenehm, aber es ist praktisch schmerzfrei. … Möglicherweise nehme ich die Schmerzen auch wegen der inneren Aufregung nicht wahr … ?!

So kam es wahrscheinlich auch zu dem “Flash”, den ich das letzte Mal direkt nach der Injektion mitbekommen habe. Kurze Zeit später hatte ich einen starken Schweißausbruch am ganzen Körper, mir wurde auf einmal schwindelig und ich hyperventilierte. Nach 5 Minuten war alles vorbei.

Nach Rücksprache mit meiner MS-Schwester waren wir beide der Ansicht, dass es auf meine Aufregung zurück zu führen war.

Etwa 45 Minuten vorher “werfe” ich ca. 900 mg Ibuprofen “ein”, da diese Injektion statistisch gesehen – also in der Regel – Nebenwirkungen, wie z.B. grippeähnliche Symptome, mit sich ziehen.

Tja abends vor dem Einschlafen nehme ich dann nocheinmal vorsichtshalber 300 mg Ibuprofen. Das war es dann aber auch. Bislang habe ich keine wirklichen Nebenwirkungen, mit denen ich vorher fast 100% gerechnet hatte, verspürt.

Der Vorteile liegen darin, die eigene Haut zu schonen (keine Rötungen oder Verhärtungen) und sich nur einmal in der Woche dem “Martyrium”: Injektion zu unterziehen.

Naja, … Glück auf! Es wird schon…! (*lächel gequält*)

Viele Grüße aus Braunschweig,

Stefan

Stestrue



7 Kommentare

  1. Julia

    Sonntag, 14. Februar 2010 um 10:23 | Kommentar melden.
     

    Hallo Stefan,
    meine Diagnose ist jetzt gut ein Jahr alt und ich spritze mich mit Rebif 44 an jedem 2. Tag, allerdings ohne Pen.
    Anfangs nahm ich auch eine Ibu 400 nach jeder Injektion, weil ich sonst am nächsten Tag ziemlich platt war. Nachdem ich aber wahnsinniges Sodbrennen bekam, was ich vorher noch nie hatte, habe ich das Ibu 400
    weggelassen. Und siehe da – mittlerweile hatte sich mein Körper an das Interferon gewöhnt und ich fühle mich (toi, toi, toi) an allen Tagen gleich gut.
    Warum ich keinen Pen verwende: für mich ist es weniger schmerzhaft, wenn nicht die ganze Menge auf einmal “reingeschossen” wird, sondern ich die Geschwindigkeit selbst regeln kann; somit habe ich auch die Problematik “Rote Flecken” gut im Griff.

    Aber wahrscheinlich ist es mit der Spritzerei wie mit allem: wenn man sich mal damit abgefunden hat, fällt es einem auch nicht mehr so schwer.

    Viele Grüße
    Julia

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  2. Julia

    Sonntag, 14. Februar 2010 um 10:32 | Kommentar melden.
     

    Hallo nochmal,
    …wer lesen kann, ist deutlich im Vorteil!
    Bei weiterem Stöbern auf der Seite hab ich´s dann auch gecheckt, dass Du 1. ja schon ein alter Hase bist, was das Spritzen angeht, und 2. das Avonex ja i.m. gespritzt wird.

    Also war mein Kommentar quasi überflüssig…;-)

    Gruß aus Nürtingen
    Julia

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  3. Stefan

    Sonntag, 14. Februar 2010 um 16:56 | Kommentar melden.
     

    Liebe Julia,

    das macht doch gar nichts. Vielen Dank für Dein Kommentar!
    Im Übrigen habe ich auch meine erste Basis-Therapie mit Rebif44 begonnen. Da hatte ich auch dieselben Symptome, die Du schilderst.

    Alles wird gut!

    Viele Grüße aus Braunschweig,
    Stefan

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    • Walter Scherzer

      Dienstag, 16. März 2010 um 09:43 | Kommentar melden.
       

      hallo stefan,

      ich spritze schon seit 1977 und seit 8 jahren rebif 44 aber ich muß sagen es geht mir eigentlich GUT,sicher das mit den roten fecken muß man warscheinlich in kauf nehmen,auserdem betreibe ich viel sport und das hilft mir am meisten.
      viele grüße aus kärnten
      walter

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  4. Pitta

    Montag, 5. Dezember 2011 um 23:33 | Kommentar melden.
     

    Hallo Ihr Lieben, spritze schon 9 Jahre Rebif, erst 22 dann 44; jetzt steht bei mir eine Umstellung an, weil ich Dellen, Flecken und das Schlimmste, die Nebenwirkungen werden immer heftiger….statt weniger. Habe aber eine große Angst in den Muskel zu spritzen( Avonex) muß ich oder nicht, tut es doll weh frage ich euch. Ist schon krass,was man sich freiwillig alles zu mutet und nur wegen der lieben MS….ha, ha, manchmal aber wirklich nicht zum Lachen…Kussi an Euch Alle

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    • Monika

      Dienstag, 6. Dezember 2011 um 18:25 | Kommentar melden.
       

      @Pitta,
      Ich spritze Avonex und finde nicht, dass es sonderlich doll weh tut. Was man eigentlich spürt ist der erste Einstich, das hast du aber bei subkutan auch (wie bei Rebif).
      Falls man mal eine Ader anritzt oder aus versehen durchsticht merkt man das auch, aber ich würde nicht sagen, dass das nun wer weiß wie schlimm oder nicht zum aushalten ist.
      Ich finde den Pen ansich ganz gut, damit geht das echt fast automatisch und dadurch, dass die Nadel sehr dünn ist merkt man fast gar nichts, dazu kommt, dass man den Pen auf das Bein drückt und so eh die Rezeptoren um die Einstichstelle herum erst einmal Druck “melden” und nicht “Schmerz”.
      Also mach dir mal nicht all zu große Sorgen. Wenn du dich so schon immer gespritzt hast, dann bekommst du das auch hin. :)
      Ganz lieben Gruß und alles Gute, dass das dann die richtige Therapie ist.

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      • Pitta

        Dienstag, 6. Dezember 2011 um 19:08 | Kommentar melden.
         

        Da hast Du recht, denn wenn ich mal ein Blutgefäß getroffen habe, hat es auch geziept…Und war zum Aushalten. Also werde ich nicht so negativ denken, dann wird alles gut, Hauptsache die Haut-u. Gewebeveränderungen gehen zurück….Und es wirkt so, wie Rebif…Danke Dir Moni, lieben Gruß…Pitta

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