Fitness-Studio ≠ Pumper-Location
Liebe Blogger, … und Bloggerinnen, ;-)
seit nunmehr 3 Jahren bin ich Mitglied in einem Fitness-Studio der, sagen wir mal, günstigeren Kategorie. (16,95 EUR pro Monat halte ich für einen fairen Preis in diesem Genre … insofern der Service und die Sauberkeit i.O. ist, was bei meinem Studio glücklicherweise der Fall ist)
Dabei stand bei mir zum Zeitpunkts des Trainingsbeginns im Herbst 2006 nicht der Muskelaufbau im Fokus, sondern vor allem die Erhaltung der Beweglichkeit (!) … und damit auch die Beanspruchung bestimmter Muskelgruppen und deren Aufbau, die für die eigene Mobilität – gerade in unserem Fall – enorm wichtig ist.
Sicherlich ist der Besuch eines “Studios” immer ein ganz besonderer Vorgang, welcher sich oftmals durch eine ganz bewusste Auswahl der Sport-Bekleidung auszeichnet. Gerade bei den jungen Damen unter den Besuchern … (Was wir Männer natürlich meistens nicht ungern sehen und dann beim Training oftmals zur Höchstform auflaufen.) ;-)
… zumindest bei einer ganz besonderen Personengruppe unter den Besuchern ist dies der Fall: Muskelprotze und Halbstarke mit coolem Outfit werden bei dem o.g. günstigen Beitritts-Preis wie die Motten vom Licht angezogen … auch eine, meistens zu verzeichnende, Aussprache mit kaukasischen oder osteuropäischen Akzent bleibt hiervon nicht unbeeindruckt.
Doch nach anfänglichem Argwohn meinerseits habe ich gelernt Toleranz zu üben und mich bei meinem Besuch des Studios auf meinen eigenen Trainingsplan zu konzentrieren. Von Zeit zu Zeit verbesserte ich in der Vergangenheit meine Trainingsergebnisse zwar in kleinen aber konstanten Schritten.
So kann ich heutzutage, 10 Jahre nach meiner Diagnose: MS, immernoch 2-3 Mal die Woche (insofern das Wetter mitspielt) meine 20 minütige Jogging-Tour durch den angrenzenden Stadtpark genießen. … Und das obwohl ich zu Zeitpunkt meines Trainingsbeginns vor 3 Jahren kaum Kraft in meinem linken Bein verspürte und ich mehr humpelte als ging… Auch gefallen mir die Muskel-Proportionen meines Körperbaus schon eher als vor dem Fitness-Training. ;-)
Außerdem beobachte ich immer öfter 50-70 jährige Besucher in dem von mir gewählten Fitness-Studio, welche einem Besuch eine gewisse Normalität und Sinnhaftigkeit “verpassen”.
Alle diese Erlebnisse bestärken mich, weiterhin an meiner Fitness zu arbeiten. Denn nichts ist schöner, als sich eigenständig nach Lust und Laune bewegen zu können … oder Beschränkung oder Handicap.
“Von wegen: Bleib Sport, oder bleib gesund!” :-(
Euer Stefan aus Braunschweig




Sylke
Sonntag, 6. Dezember 2009 um 18:22 | Kommentar melden.
Hallo Stefan,
seit ca. 1 Jahr habe ich meine Einzel-KG-Termine auf eine Medizinische Trainingstherapie umgestellt. Das Trainingszentrum ist keine richtige “Mucki-Bude” und ich fühle mich dort durch die sporttherapeutische Betreuung” sehr wohl. Im Vordergrund steht nicht nur der Muskelaufbau, sondern vielmehr das auf mich abgestimmt Ausdauertraining.
Das immer wiederkehrende Überwinden des inneren Schweinehundes trägt allerdings auch bei mir Früchte – und das motiviert auf jeden Fall zum Dranbleiben.
Viele Grüße,
Sylke