Autoren-Kurzvorstellung: Stefan Strümpel

Geboren am 8. Mai 1974 habe ich 1995 die Schullaufbahn mit Abitur beendet und 2004 mein Studium der BWL erfolgreich absolviert. Schon während meines Studiums erhielt ich im Sommer 2000 nach 2 größeren Krankheitsschüben die bestätigte Diagnose: Multiple Sklerose. Danach war nichts mehr wie vorher:

Träume zerplatzten und Lebenswünsche schienen auf einmal unerreichbar.

Nach einer 5-jährigen “Trotz-Reaktionsphase” und mehreren Krankheitsschüben entschied ich mich nicht mehr fortwährend “gegen” die MS zu kämpfen sondern mich “mit” ihr zu arrangieren. Auch versuchte ich fortan, neben dem Start meiner MS-Basistherapie mit Interferon, mich mit anderen gleichaltrigen MS-Patienten auszutauschen. Hintergrund für meine abwartende und eher ignorierende Haltung nach meiner Diagnose war sicherlich auch das einschneidende Erlebnis während meiner Zivildienstzeit, bei der ich damalige schwerbetroffene MS-Patienten betreute.

Im Sommer 2007 rief ich, nachdem ich lange erfolglos eine speziell für junge MS-Betroffene existierenden Selbsthilfegruppe gesucht hatte, selbst eine entsprechende Kontaktgruppe ins Leben.

Historie:

Seit nunmehr 2 Jahren gibt es unseren Braunschweiger Stammtisch für junge und jung gebliebene MS-Betroffene, bei dem sich die Teilnehmer 1x im Monatvorzugsweise am 2. Montag im Monat – abends um 18Uhr in einem gemütlichen und stilvoll eingerichteten Café/Restaurant treffen und dort einen netten und amüsanten Abend verbringen.

Ausschlaggebend für den Startschuss unserer Gruppe im Juli 2007 waren meine eigenen Erfahrungen bei der Suche nach einer MS-Selbsthilfegruppe in unserer Stadt, welche sich den Fragen und Themen junger Betroffener / Neuerkrankte widmet bzw. annimmt. Leider gab es zu dem damaligen Zeitpunkt nur die sogenannten traditionellen Selbsthilfegruppen, die aufgrund ihrer stark durch die Krankheit beeinträchtigten und gezeichneten Teilnehmer für junge – eher geringfügig beeinträchtigte – MS-Betroffene ein großes Abschreckungs-Potential besaßen.

Auch mein Wunsch, sich mit gleichaltrigen Betroffenen über ‘MS-Therapieformen’ oder den Umgang mit ‘MS im Berufsleben’ auszutauschen, konnten die damals existierenden Selbsthilfegruppen nicht erfüllen.

Deshalb entschloss ich mich , selbst eine entsprechende Kontaktgruppe, die wir später MS-Stammtisch zur besseren Identifikation und inhaltlichen Abgrenzung umbenannten, ins Leben zu rufen.

Für den Anfang sandte ich Informations- und Flugblätter an alle ansässigen neurologischen Praxen und das hiesige Klinikum. In der ersten Version der Informationsblätter nannte ich neben den gewünschten Inhalten auch den ersten Termin und meine Kontaktadresse.

Es war wirklich beeindruckend, wie stark der Bedarf am Austausch mit jungen Gleichbetroffenen untereinander war bzw. noch ist.

Bereits am 1.Treffen versammelten sich 15 bis 18 junge Betroffene in dem von mir vorgeschlagenen Restaurant um miteinander zu plaudern und um mehr über die Gruppe und dessen Initatoren zu erfahren.

Nach anfänglichen Überlegungen, eine wiederkehrende Informationsveranstaltung für junge MS-Betroffene einzurichten, zeigte sich schnell, dass ein ungezwungenes, eher heiteres und gemütliches Zusammensein unter Freunden, bei dem alle Fragen die den Einzelnen auf „auf den Nägeln brennen“ angesprochen werden können. Viel mehr weiterhilft als eine pure trockene Informationsveranstaltung. Auf diese Art kann sich jeder Teilnehmer mit Anderen austauschen und sich mit Fragen die ihn bewegen an alle Gruppenteilnehmer wenden.

Genießen, die Seele baumeln lassen und neue Freunde finden wird bei diesen Treffen ganz groß geschrieben.

Des Weiteren bin ich zuständig für die Organisation, d.h. Tischreservierungen in den ausgesuchten und vereinbarten Lokalen vor Ort, aber auch für die Erinnerung der einzelnen Teilnehmer an die bevorstehenden Treffen.

Dies geschieht beispielsweise per E-Mail vía Verteiler.

Die Teilnehmerzahl schwankt von Treffen zu Treffen, wobei die Stammbesetzung an den vereinbarten Terminen jedoch immer mindestens aus 8 Personen besteht.

Allerdings verzeichnen wir in den vergangenen Monaten einen starken Zulauf, welcher insbesondere durch Mundpropaganda unter den Teilnehmern und durch die Erwähnung unserer Gruppe durch die Neurologen im Einzelgespräch mit den Betroffenen stattfand.


Aufgrund dieser Erlebnisse und Entwicklung freue ich mich, an diesem “MS-Blog” als Autor teilnehmen zu dürfen. Denn er bietet mir die Möglichkeit, Fragen und Antworten nicht nur mit den Teilnehmern unserer Kontaktgruppe auszutauschen und Diskussionen zu führen. Die Chance über das Internet mehr gleichgesinnte MS-Betroffene und gleichaltrige Personen kennenzulernen hat mich sofort fasziniert und stark motiviert.


Neben der Kategorie ERFAHRUNG & TIPPS werden auch weitere Kategorien, wie z.B. MS & BERUF, MUTMACHER, BEHÖRDEN & BÜROKRATIE und LIFESTYLE von mir in Zukunft “bearbeitet” und somit mein “Betätigungsfeld” sein. ;-)


Ich freue mich auf Euch!

Stefan

That's me ... Stefan Strümpel
That’s me … Stefan Strümpel



Ein Kommentar

  1. Stefan

    Dienstag, 25. August 2009 um 16:23 | Kommentar melden.
     

    Schöne Statements! …und ich glaube die erste Autorenkurzvorstellung… und gleich so ausführlich…. Danke für für die informativen Zeilen!

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